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Das ist das Richtige für mich

Das ist das Richtige für mich!

 

Industriekaufmann, Konditor oder Koch? So können Eltern bei der Orientierung und Entscheidung unterstützen.

Die Berufssuche ist für Schüler eine spannende Zeit. Für Eltern auch. Obwohl sich Kinder in diesem Alter langsam abnabeln, haben die Eltern bei der Weichenstellung ins Arbeitsleben einen großen Einfluss. Mit diesen Tipps stehen Sie Ihrem Kind gut zur Seite:

 

1. Meeting mit Mama und Papa

Gespräche über den richtigen Beruf lassen sich nicht zwischen Tür und Angel führen. Sinnvoll ist, Termine im Kalender zu vereinbaren, damit man sich zusammensetzen und in Ruhe über die Ideen des Kindes sprechen kann. Für gute Laune und entspannte Stimmung sorgen ein paar Leckereien oder der Pizzaservice.

 

2. Ohren auf und nachfragen

Die Frage nach dem richtigen Beruf verunsichert viele junge Leute. Das gilt auch für diejenigen, die sich selbstbewusst geben. Die Versuchung ist groß, Vorgaben zu machen oder das Kind in einen vermeintlich idealen Job zu drängen. Besser ist, nach den Erwartungen und Wünschen zu fragen. Ein paar Gedanken hat sich fast jeder Sohn und fast jede Tochter schon gemacht.

 

3. Meine Träume sind nicht Deine

Sind Sie mit Ihrem Beruf zufrieden? Hätten Sie lieber etwas Anderes gemacht? Arbeiten Sie gerne und manchmal zu viel? Selbst wenn es Eltern oft nicht bewusst ist: Ihre Erfahrungen und Einstellungen färben auf die Kinder ab. Das muss nichts Schlechtes sein, sollte aber nicht dazu führen, dass das Kind ungelebte Träume erfüllt. Es lohnt sich, die eigene Perspektive zu reflektieren.

 

4. Stärken stärken

Manche Eltern neigen dazu, eher die Schwächen als die Stärken des Kindes zu sehen. Da ist der Fünfer in Mathe länger Thema als das ehrenamtliche Engagement im Verein. Hobbys, Freizeitaktivitäten und der Familienalltag können neben Lieblingsfächern aber wichtige Fingerzeige liefern, was dem Kind Spaß macht. Repariert der Sohn oder die Tochter gerne das Fahrrad? Dann passt vielleicht ein handwerklicher Beruf.

 

5. Schönen Tag im BIZ

Schulabgänger können sich heute zwischen rund 330 anerkannten Ausbildungsberufen entscheiden. Dazu kommen Studienangebote, schulische Ausbildungen, Ausbildungen im öffentlichen Dienst und vieles mehr. Wer sein Kind unterstützen will, sollte sich über die zahlreichen Möglichkeiten informieren. Ein gemeinsamer Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ) oder auf einer Ausbildungsmesse ist ein guter Anfang.

 

6. Spaß geht vor

Ein gutes Gehalt und eine sichere Stelle sind wichtig. Bei der Frage, welche Arbeit dem Kind liegt, sind diese Kriterien allerdings zweitrangig. Wenn das Kind Freude an seinem Beruf haben soll, muss er zu seiner Persönlichkeit und seinen Stärken passen. Dann wird es auch motiviert in die Berufsausbildung starten.

 

7. Locker bleiben

Arbeitsbiographien haben sich verändert. Heute arbeiten Berufstätige nicht mehr 40 Jahre in der selben Abteilung. Die Ausbildung ist oft nur ein erster Baustein, dem Weiterbildungen, Spezialisierungen oder sogar ein Branchenwechsel folgen. Diese Erkenntnis hilft, wenn sich Kinder mit der Entscheidung schwertun. Bleiben alle gelassen, wird sich der richtige Ausbildungsberuf finden.

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