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Warum Helfen im Haushalt erfolgreich macht

Warum Helfen im Haushalt erfolgreich macht

 

Personaler achten bei Berufseinsteigern immer mehr auf deren zwischenmenschliche Fähigkeiten. Wie Eltern bei der Entwicklung unterstützen können.

 

Arbeitgeber schauen bei jungen Bewerbern längst nicht mehr nur aufs fachliche Potential, sondern auch auf deren persönliche und soziale Kompetenzen. Die Persönlichkeit spielt im Berufsleben schließlich eine große Rolle. Mit diesen sechs Tipps fördern Eltern schon in der Schulzeit die Soft Skills ihrer Kinder:

 

 

1.       Tätigkeit: Im Haushalt helfen

Soft Skill: Selbstorganisation

 

Ärmel hochkrempeln und mit anpacken: Teilt man seinem Kind im Haushalt feste Aufgaben zu, bekommt es die Möglichkeit, sich selbst zu organisieren – und man zeigt, dass man ihm etwas zutraut. Das Wichtigste ist dabei klar zu formulieren, welche Erwartungen man als Vater oder Mutter hat und was einem wichtig ist. Konkrete Ansagen sind ein guter Weg, die macht der zukünftige Chef schließlich auch. Zu Hause können sie ungefähr so lauten: „Ich gehe jetzt eine halbe Stunde joggen, in der Zeit deckst du bitte den Tisch fürs Abendessen.“

 

 

2.       Tätigkeit: Ehrenamtliches Engagement

Soft Skill: Selbstwirksamkeit erfahren

 

„Das, was ich tue, ist gut für andere!“ Für einen jungen Menschen ist es ein schönes Gefühl, etwas Gutes zu bewirken und einen Unterschied zu machen. Jugendliche können in der Ferienzeit im Altersheim vorlesen oder kleineren Kindern Nachhilfe geben. Auf diese Weise erfahren sie, was Selbstwirksamkeit ist. Außerdem erweitern Teenager mit einem ehrenamtlichen Engagement ihren Horizont. Sie erleben, wie andere Menschen leben und denken. Empathie ist später im Berufsleben besonders wichtig.

 

 

3.       Tätigkeit: Praktikum oder Ferienjob

Soft Skill: Verständnis für die Arbeitswelt entwickeln

 

Chillen ist toll. Erste Erfahrungen im Berufsleben sammeln ist toller: Jobs als Praktikanten oder Ferienjobber sind für junge Leute perfekt. Sie gewöhnen sich an feste Arbeitszeiten, bekommen ein Gefühl für ihre eigenen Stärken und Schwächen. Am besten überlegt sich der Teenager selbst, was er tun muss, um eine passende Tätigkeit zu finden. Anrufen, Kontakte von Freunden nutzen, einfach vorbeigehen? Das gibt ihm die Chance, den Umgang mit Chefs oder Personalern zu üben.

 

 

4.       Tätigkeit: Sich um ein Haustier kümmern

Soft Skill: Verantwortung übernehmen

 

Die Haustier-Diskussion führen die meisten Familien nicht erst, wenn die Kinder Teenager sind. Aber gerade in dieser Phase können Eltern signalisieren, dass sie vollstes Vertrauen in ihre Tochter oder ihren Sohn haben. Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen ist schließlich eine große Sache. Aber: Nur für die emotionale Kompetenz des Kindes einen Hund oder eine Katze anzuschaffen, ist die falsche Motivation. Ein Tier macht viel Arbeit – der ganzen Familie.

 

 

5.       Tätigkeit: Sport im Verein

Soft Skill: Teamgeist einwickeln

 

Rücksicht auf andere nehmen und sich selbst zurückzunehmen, damit das Team besser dasteht: Als Teil eines Sportteams lernen junge Menschen vieles, was sie zu tollen Mitarbeitern und Kollegen macht. Außerdem stellt ein Trainer wie später der Vorgesetzte Anforderungen und verteilt Positionen. Jugendliche bekommen zudem im Sportverein verschiedene Aufgaben übertragen, wie im Herbst die Tennisplätze für den Winter präparieren oder das Sommerfest organisieren. Das wiederum schult auch den Soft Skill Selbstorganisation.

 

 

6.       Tätigkeit: Sich selbst Wünsche erfüllen

Soft Skill: Erfolgsstrategie erarbeiten

 

„Papa, ich will ein neues Smartphone“: Jugendliche haben viele Wünsche. Eine gute Gelegenheit, um herauszufinden, wie man sie sich selbst erfüllt. Das schult die Fähigkeit, strategisch zu denken und Ziele zu definieren. Beispiel Handy: Das Kind soll selbst Vorschläge machen, wie es an eines kommen könnte. Vielleicht das alte Telefon vom Papa verkaufen, mit dem Erlös das Wunschhandy gebraucht günstiger kaufen und die Differenz dazuverdienen? Als Elternteil kann man diesen Prozess begleiten: „Was hast du schon auf die Beine gestellt? Wie kann ich dich noch unterstützen?“  

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