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Vorbilder

Durchstarten im richtigen Job

Gerhard & Theresa Kaul
Schreiner-Meisterin

„Theresa hat es im Gespür, ob sie eine Arbeit auf Dauer glücklich macht“, sagt ihr Vater Gerhard und schmunzelt. Deswegen verwunderte es ihn nicht, dass sie nach kurzer Zeit ihren Arbeitsplatz im Büro kündigte. Sie fand den Job zwar gut, aber fing dann eine Arbeit an, für die sie wirklich brennt.

Dass Theresas Wahl allerdings genau auf Gerhards Beruf fiel, hätte er nie gedacht.

Jetzt sind sie beide Schreiner. „Ich wusste nicht mal, dass sie handwerklich so begabt ist“, erinnert sich der Vater. Er hat seine beiden Töchter nie zu seinem Beruf überredet, umso mehr freut es ihn, dass Theresa auch so großen Gefallen am Schreinern findet wie er.

Schon seit vielen Jahren leitet Gerhard seine eigene Schreinerei, die mittlerweile auf Fenster und Türrahmen spezialisiert ist. Im Betrieb bildet er häufig junge Berufseinsteiger aus. „Meine eigene Tochter auszubilden, kam für mich aber nicht in Frage. Es ist eine viel größere Erfahrung, woanders zu lernen - da waren wir uns einig.“ In ihrem Ausbildungsbetrieb lernte Theresa was sie heute in der väterlichen Schreinerei gut anwenden kann.

Die Entscheidung für den Berufswechsel hat sich gelohnt. „Meine Tochter blüht im Betrieb richtig auf. Sie hat so großen Spaß an der Arbeit und beim Beraten, das merken unsere Kunden natürlich“, erzählt Gerhard strahlend vor Begeisterung. Sogar in der Handwerkskammer wurde man auf Theresas Karriere aufmerksam, denn sie bestach durch den besten Gesellenbrief in ihrem Landkreis.

Mittlerweile hat sie ihren Meister und ist auf dem Weg zum nächsten Ziel.

Um auch im Bereich Rechnungswesen und Buchhaltung perfekt auf die Betriebsübernahme vorbereitet zu sein, absolviert sie gerade den Betriebswirt des Handwerks in Vollzeit im Bildungszentrum in Ingolstadt.

„Wenn sich das Kind selber für einen Weg entscheidet, kann man davon ausgehen, dass es alles dafür gibt, seinen Traumberuf zu erreichen“, weiß Gerhard.

„Theresa arbeitet mit so viel Leidenschaft an ihrem Ziel, unser Geschäft bald vollkommen selbstständig zu übernehmen, da brauch’ ich mich gar nicht einmischen.“ Der Vater ist sehr gespannt wie Theresa dann mit der Verantwortung als Geschäftsführerin umgehen wird. Angst hat Gerhard aber keine Sekunde, grinsend erzählt er: „Meine Tochter hat jetzt schon sehr wichtige Neukunden geworben, mit ihrem Charme bereichert sie das Geschäft einfach ungemein.“

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