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Vorbilder

Leidenschaft macht erfolgreich.

Julia und Alfred Leibold
Stuckateurin


„Ich will machen, was der Papa macht!“, wusste Julia schon als Kind. Seitdem möchte sie den Familienbetrieb von Vater Alfred übernehmen. Ihr Großvater war bereits Stuckateur, da liegt die Faszination für den Beruf also schon in der Familie. Selbst die körperliche Anstrengung und die Tatsache, eine von sehr wenigen Frauen in dieser Branche zu sein, hielten das Mädchen nicht davon ab, die Ausbildung zu beginnen.

Der Fleiß hat sich gelohnt – mittlerweile räumt sie mit ihren Arbeiten einen Preis nach dem nächsten ab und ist eine der besten Stuckateurinnen in Deutschland. „Die Frauen können das eben genauso gut“, versichert Alfred. Seine Tochter ist dafür ein gelungenes Beispiel. Nach einer großartigen Gesellenprüfung, dem vierten Platz der Deutschen Meisterschaft der Stuckateure und weiteren Wettbewerbssiegen ist Julia nun die einzige Frau im Nationalteam der Stuckateure.

Wenn Julia an einem Wettbewerb teilnimmt, reiht sich Alfred gern unter ihre Bewunderer und begleitet sie quer durchs Land. Er sitzt dann aufgeregt in einer der ersten Reihen und beobachtet aufmerksam und gespannt das Handwerk seiner Tochter. Ist sie tatsächlich die Siegerin, kann Alfred, selbst ein Meister der Branche, seinen Stolz kaum verbergen. Strahlend umarmt er seine Tochter und man weiß nicht, wer sich mehr über ihren Erfolg freut.

„Egal auf welche Branche die Entscheidung fällt und was man erreichen will, nach oben ist alles offen“, sagt Alfred. Denn er weiß: Bei einem handwerklichen Beruf kommt es auf Willen und Mut an – dann ist die Karriereleiter durchaus flexibel. In kaum einer anderen Branche gibt es so vielseitige Aufstiegschancen.

Sein Kind jedoch in eine Branche hineinzuzwängen ist der falsche Weg. „Der Beruf begleitet einen nun mal lange Zeit, dann soll er auch Spaß machen. Deswegen hat Julia bei ihrem Beruf immer alles alleine entschieden.“ Ihre Leidenschaft hat sie schließlich dorthin gebracht, wo sie jetzt ist. „Ich habe meiner Tochter immer gesagt, sie soll machen woran sie Spaß hat – ohne Spaß fehlt einem letztendlich auch das Ziel vor Augen."

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