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Vorbilder

Was wird jetzt aus dir?

Der Weg nach oben ist nicht immer einfach. Manchmal gibt es Rückschläge, manchmal gibt es Zweifel. Doch dafür ist es umso schöner, wenn man endlich dort angekommen ist, wo man hinwill. Monika sieht im Rückblick noch immer etwas besorgt aus, wenn sie die Geschichte ihres Sohnes Thomas erzählt.

Als Kind will er wissen: „Mama, womit verdient man denn am meisten?“ Und obwohl er gern hoch hinaus will, sind ihm als Jugendlicher so viele andere Dinge wichtiger als die Schule. In der neunten Klasse verlässt er sie dann schließlich ohne Abschluss.

Auch der unermüdliche Einsatz seiner Mutter, Gespräche mit ihrem Sohn und viele Versuche, mit ihm zu lernen, können nichts daran ändern. „Was wird jetzt aus dir? Ich mach’ mir Sorgen“, sagt Monika. „Das geht links rein und rechts raus“, sagt Thomas.

Der Wendepunkt kommt durch einen Nachbarn. Dessen Onkel bietet Thomas eine Lehrstelle an. Er sagt zu – und merkt, dass man manchmal einfach nur ein Erfolgserlebnis braucht, um seinen eigenen Weg zu finden. Die Arbeit gefällt ihm und auch die Schule macht ihm auf einmal richtig Spaß. Sogar so viel, dass er heimlich seinen Quali macht und seine Mutter damit überrascht. Er sieht jetzt einen Sinn in dem, was er macht und kann beweisen, was er drauf hat.

Er will aus eigenem Willen etwas erreichen und von selbst Verantwortung übernehmen. Mittlerweile hat er seinen Traumjob gefunden, er ist jetzt technischer Einkäufer bei einer großen Fluggesellschaft. Aus dem Klassenkasper wurde ein Mann, der weiß, was er will. Der erfolgreich ist und abends nun sogar studiert.

Das macht nicht nur ihn selbst glücklich. „Wenn man Spaß an etwas hat, dann ist man ja auch gut darin. Beruflich hat er sich wie eine Rakete raufgearbeitet. Als Mutter geht es einem so gut, wenn es endlich aufwärts geht“, sagt Monika stolz.

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